dreizehn

Die Herz-Lungen-Machine is running through my veins und um uns apart zu tearen braucht es gar keine Liebe, wir haben Tinder. Ich liege am Boden, im Gras, unter Bäumen und wundere mich nicht: Ich spüre das Leben als hätte ich eine neue Platte aufgelegt, als würde ich den einen Beat mit dem anderen mischen. Leben also, wie es durch mich hindurch geht. Leben also, wie es einfach da ist. Es sollte eine Wohltat sein. Wie ich hier so liege und lebe, ganz nah bin. Wie ich endlich die Augen schließe und einschlafe.

zwoelf

Warum fickst du mich nicht. Ich halte mich dir hin, übertrieben deutlich halte ich mich in dein Gesicht, in deine Arme, in deinen Schwanz, warum fickst du mich nicht? Verloren gegangen in einem Toilettenpapier-Blowjob sage ich dir, lost my mind. Da war dein Schamhaar auf dem Toilettensitz und ich hab mich gesetzt, ohne es wegzuwischen. Ich frage dich: Gehen Küsse in einer platonischen Beziehung? Oder verlassen sie uns dann auch. Du sagst, i can’t fuck her brain out und dann sagst du, i don’t know you und ich lache (nicht laut), who knows me, already. Du bist so schwach für mich, so schwach. Du hälst mich nicht aus.

elf

Ein einzelner Körper ist wenig Raum, irgendwas in Kubikmetern, und ich könnte problemlos jeden Tag in deinem Gesichtsloch ersaufen. Ich könnte auch an jeder anderen Tätigkeit zugrunde gehen, wenn du dich öffnest und sagst: You don’t need me, you have other partners, als würde die Sonne mit Absicht aus meinen Augen fließen. Aus einer plötzlichen Nähe heraus sage ich: Leave me alone, weil: Jede Liebe ist rough, ich brauche dafür keine Fesseln und Peitschen, wenn sie mich nicht befreien. Dein großes Gesichtsloch spricht zu mir (leider), wenn es nicht gerade zwischen meinen Beinen hängt, und während du zwischen meinen Beinen hängst, hörst du mich gar nicht, du hörst gar nicht zu, wie ich sage: I want you, um für den kurzen Zeitraum ein Orgasmus, dein Raum zu sein.

drei

Es gäbe keine medizinische Indikation mir den Uterus entfernen zu lassen; der Psychoterror, den ich durch ein für mich nutzloses Organ erfahre, dieser uterale Determinismus, zehn Tage high, zehn tage down, ist also kein medizinisch ausreichender Grund. Der hier vorliegende „nicht ausreichende Grund“ ist vor allem das politische Interesse an meinem Körper. Dass Menschen mit Uterus nicht frei darüber entscheiden dürfen, wie sie mit ihrem Körper umgehen, sondern immer auch in die eine oder andere Fortpflanzungsideologie gezwungen sind.