vierzehn

Ich vermisse: Wildblumen. Ich liege im Gras am Bahnhof Büchen auf dem Weg von Travemünde nach Berlin und vermisse Wildblumen und den schnellen Transfer. Eine Streckenstörung hat sich zum Ausdruck gebracht, will an meiner Existenz teilhaben. Irgendwo eine Streckenstörung also oder ein Mensch hat sich zu Ende gedacht, das Bahnpersonal hält sich bedeckt – das ist jetzt kein Witz, sagt das Bahnpersonal und ich vermisse Wildblumen, einen schnellen Transfer und einen geöffneten Bahnhofkiosk an einem Sonntag im August, in Büchen, liege ich auf der Wiese und warte auf den nächsten Zug, eine Deutschlandflagge brennt einige Meter entfernt aus der Kleingartenanlage.

neun

In Helens warmen Armen denke ich an Sarah. Ich denke auch oft an Helen, wenn Sarah neben mir auf der Couch sitzt. Letzten Samstag zum Beispiel, als sie zu erst im Badezimmer weinte, dann auf der Couch. All ihre Shirts sind im Kragen ausgeschnitten, so weit ich weiß. Sie rutschen ihr über die geraden Schultern. Dann kommen ihre Schlüsselbeine zum Vorschein. Ich will sie dennoch nicht ficken und denke an Helen. Helen ist anders. Nicht so verletzlich. Egal wie hart ich sie schlage, es ist ihr niemals zu viel. Ich kann sie schlagen und quälen und ihr das Hirn raus ficken. Helen weint nicht. Sie lacht und will mehr.